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SENT - die neue Sensorgeneration für Euro 6d Benzin- und Dieselmotoren

Single Edge Nibble Transmission (SENT) ist ein serielles Transportprotokoll, das dem zunehmenden Einsatz von Sensoren in der Automotive Technik gerecht wird. Die Übertragung mittels SENT Protokoll ist digital und relativ unkritisch gegen Störsignale.

Der Vorteil des SENT Protokolls ist auch darin zu sehen, dass die Daten nach der A/D Wandlung im Sensor, bis hin zum Steuergerät, digital übertragen und im Steuergerät digital verarbeitet werden.

Ein Ladedrucksensor z.B., wird nicht nur dazu verwendet den Ladedruck und die Ladelufttemperatur zu erfassen, sondern auch, um die Einspritzmenge zu steuern. Eine alleinige Änderung der Einspritzmenge, ohne Erfassung und Bearbeitung der SENT Signale, führt nicht mehr zu einer Optimierung des Motors.

SENT Protokolle in einem Prozessor zu erfassen, zu bearbeiten und geändert wieder auszugeben, ist ein sehr komplexes Thema und erfordert eine spezielle Prozessortechnik und detailliertes Wissen in der Programmiertechnik.

Es gibt in etwa 80 unterschiedliche SENT Sensoren zur Erfassung von Drücken (Kraftstoffdruck, Ladedruck, Saugrohrdruck, Differenzdruck, etc.), Mengen (Luftmasse) und Positionen (Nockenwelle, Kurbelwelle, etc.), von in etwa 30 Herstellern (Bosch, Sensata, Valeo, etc.) Dokumentiert ist dies im Detail, in der SAE 2716.

SENT Sensoren erfassen nicht nur Werte und geben diese digital zum Motorsteuergerät weiter, sondern liefern auch andere, bereits im Senor installierte Daten, wie Sensorart, Teilenummer, Zähler, Skalierung etc.

Um die Werte eines SENT Sensors, an der gewünschten Stelle bearbeiten zu können, muss zuerst ermittelt werden, welche Daten genau vom Sensor übertragen werden, da alle Daten erfasst und entsprechend, mit oder ohne Änderung, weiter gegeben werden müssen. Dies ist je nach Sensorvariante sehr unterschiedlich, was die Angelegenheit sehr komplex macht.

Auswirkungen SENT Sensoren:
pdfDetails - SENT Protokoll.pdf
Im Regelfall wird z.B. ein Ladedruck in einer 12-Bit Variablen abgelegt und übertragen.
12 Bit entsprechen 4096 Möglichkeiten. Wenn also eine "Möglichkeit" 1 mbar entspricht,
dann ist die Skalierung recht einfach.

1 bar Umgebungsdruck entspricht dann 1.000 und 2 bar Ladedruck = 3.000.
Manche Fahrzeughersteller verwenden allerdings SENT Sensoren, mit einer firmeneigenen Skalierung. Da entsprechen 1.000 mbar, dann nur 400 Einheiten. Dies muss dann aufwändig angepasst werden.

Hinzu kommt, dass SENT Sensoren, nur einen eingeschränkten linearen Bereich haben, in dem Werte zuverlässig erfasst werden. Dies ist zusätzlich zu berücksichtigen. Siehe Diagramm.