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TÜV Teilegutachten

Motoroptimierungen müssen, über ein TÜV Teilegutachten nach § 19 StVZO, in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Geschieht dies nicht, dann erlischt in der Regel die Betriebserlaubnis und der Versicherungsschutz des Fahrzeuges.

Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, Motoroptimierungen, über ein sogenannte Einzelabnahme, nach § 21 StVZO, eintragen zu lassen. Dies kommt meist zur Anwendung,
wenn für ein Fahrzeug, kein TÜV Teilegutachten nach § 19 StVZO vorliegt, grundsätzlich aber
die Voraussetzungen für eine Eintragung vorliegen.

Damit ein Hersteller für Zusatzsteuergeräte, TÜV Teilegutachten nach § 19 StVZO und Einzelabnahmen nach §21 StVZO in Auftrag geben kann, muss dieser Hersteller nachweisen, dass ein Qualitätsmanagement System nach nationalem und internationalem Straßenverkehrsrecht, erfolgreich umgesetzt wurde und für die Zusatzsteuergeräte eine EG Typgenehmigung (e-Zulassung) vorliegt. In unserem Fall eine e1 Zulassung, beim Deutschen Kraftfahrtbundesamt.

Bereits 1996 wurden von uns die ersten TÜV- Teilegutachten nach § 19 StVZO erstellt. Insgesamt sind nahezu 600 TÜV-Teilegutachten für über 3.500 Fahrzeugtypen verfügbar. An der Erweiterung dieses Bestandes wird kontinuierlich gearbeitet. Gutachten für die Abgasnorm Euro 6d ISC-FCM
(Euro 6d Full) sind ebenfalls schon verfügbar.

Ein TÜV Teilegutachten für Leistungsoptimierung, mittels Zusatzsteuergeräte, erfodert folgende umfangreiche Einzelprüfungen:

  • Abgasmessung nach der EG-Richtlinie 715/2007/EWG
  • Fahrgeräuschmessung nach der EG-Richtlinie 70/157/EWG
  • Motorleistungsmessung nach der EG-Richtlinie 80/1269/EWG
  • Höchstgeschwindigkeitsmessung nach der ECE-Regelung Nr. 68


Sollte für Ihr Fahrzeug, gemäß unserem Configurator, kein TÜV Teilegutachten vorliegen, dann sprechen Sie uns an. In vielen Fällen ist ein solches Gutachten bereits in Vorbereitung oder es kann gegen Mehrkosten erstellt werden.

Für LKW, Omnibusse, Traktoren und Arbeitsmaschinen stehen keine TÜV Teilegutachten zur Verfügung.  Dies ist vom Aufwand und den Kosten nicht realisierbar.

Für Änderungen der Original Motorsteuergerätesoftware, sogenanntes OBD- oder Flashtuning,
dürfen keine TÜV Teilegutachten nach § 19 StVZO erstellt werden, da es sich bei der, auf das Motorsteuergerät neu aufgespielte Software, um kein „Teil“, im Sinne des § 19 StVZO handelt.
Diese Tuningmaßnahmen sind auch explizit in der 715/2007 EWG ausgeschlossen. Bei werksseitigen Softwareupdates werden diese „Tuning-Files“ auch wieder überschrieben. D.h., der Motor befindet sich nach dem Update wieder im Serienzustand.

Bis 2017 wurde das Abgasverhalten von Motoren auf dem Rollenprüfstand gemäß der Richtlinie 70/220 EWG und 715/2007 EWG, nach dem NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) Messverfahren gemessen. Der dazugehörige Prüfzyklus heißt NEDC.

Diese Messungen erfolgen zukünftig, nach dem neuen WLTP Messverfahren (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure), mit dem dazugehörigen WLTC Zyklus (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Cycle).

Darüber hinaus werden die Abgasreinigungssysteme der Fahrzeuge, bei zusätzlichen Straßenfahrten, sogenannten RDE Tests (Real Drive Emission Tests), unter realen Umweltbedingungen geprüft.
Die gesetzliche Regelung RDE ersetzt nicht den WLTP, sondern ergänzt und überprüft ihn. Das macht die Schadstoffausstoß-Messung noch genauer und Manipulationen sind damit nahezu ausgeschlossen.

Die Verbrauchsangaben nach WLTP sind genauer und näher an der Praxis.